Oban, das Kolosseum und eine Herde von Rehen

Da stehen wir nun. Gestern noch auf dem Gipfel des Cobbler und heute bereits im Kolosseum. Dafür mussten wir nicht mal nach Rom fliegen. Hier in Schottland, alles kein Problem. Ok, es ist nicht das Original aber immerhin ein stattlicher Nachbau und man muss nicht mit Touristenmassen rechnen wie beim römischen Pendant. Von hier oben hat man einen tollen Blick auf das kleine Hafenstädtchen Oban, in welches wir gestern nach unserer Wanderung beim Loch Long noch gefahren sind. Es gefällt uns richtig gut hier und vom Hafen aus betrachtet sieht die Ortschaft mit dem darüber thronenden McCaig’s Tower, wie das Kolosseum heißt, einfach nur klasse aus.

1897 ließ der ortsansässige Bankier John Stuart McCaig das Monument errichten, um die einheimischen Arbeiter während der arbeitsarmen Wintermonate zu beschäftigen und seiner Familie ein Denkmal zu setzen. Leider wurde das Denkmal niemals fertiggestellt. Heute befindet sich ein Park darin.

Die Unterkunft in Oban

Eine Nacht bleiben wir im B&B Dana Villa in Oban. Wir bekommen ein wunderbares Zimmer mit einem Doppelbett und einem Einzelbett. Großem Bad und gutem Internet. Die Lage ist sehr gut, in 3 Minuten ist man am Hafen.
Prei pro Nacht 65£ mit Frühstück.

Die Fahrt durch den Glen Coe

Das Tal lag jetzt nicht direkt auf unserer Route, aber die Bilder davon sahen einfach zu verlockend aus und als wir beim Visitorcenter einen ersten Blick in den Glen Coe werfen konnten war klar, da müssen wir durchfahren.

Dies soll einer der schönsten Glens (Täler) überhaupt sein und obwohl wir noch nicht viele davon gesehen haben, können wir sagen der ist echt reizend und überall starten Wanderwege. Heute wollen wir davon aber keinen nehmen, wir müssen noch ein Stück weiter nordwärts voran kommen. So fahren wir bis nach Kinghouse und machen dann wieder kehrt um unserer Route fortzusetzen.

Auf dem Weg rauf zum Glen Coe kamen wir noch beim Castle Stalker vorbei.

Der Glenfinnan Viaduct

All zu lang blieben wir dieses Mal aber auch nicht auf unserr eigentlichen Strecke und zweigten ein weiteres Mal davon ab. Dieses Mal bogen wir bei der Stadt Fort Willam ab und machen uns auf, die 30 Minuten entfernte Eisenbahnbrücke zu besichtigen. Kennt man vielleicht aus den Harry Potter Filmen und sieht in echt einfach toll aus.
Wenn man beim Visitorcenter vorbei und über die Brücke fährt kommt kurz darauf auf der rechten Seite ein Parkplatz. Von dort kann man in etwa 15 Minuten ein Stücke den Hang hochgehen und hat dann einen schönen Blick auf den Viaduct.

Was für eine Landschaft – Von Loch zu Loch

Es geht wieder zurück nach Fort William und dann weiter hoch Richtung Norden. Fast alleine sind wir nun unterwegs, am Ende des Loch Lochy halten wir an und packen zum ersten Mal unseren Campingkocher aus und genießen das Abendmahl bei Windstille und der wärmenden Abendsonne.

Dann zieht es uns gen Westen, morgen wollen wir auf die Isle of Sky. Es geht vorbei am Loch Loyne, die Landschaft und die Abendstimmung sind einfach fantastisch.

Unten am Flussbett beim Loch Cluanie sehen wir ganze Rudel von Rotwild: Hirsche und Hirschkühe. Ein Anblick zum Niederknien.

Das einzige was uns heute, nach einem so genialen Tag noch fehlt, ist eine Bleibe und mittlerweile wird es schon dunkel. Bei zwei Hotels die auf dem Weg liegen müssen wir leider ablehnen, die liegen ausserhalb unseres Budget. Als wir aber dann etwas vom Weg abkommen und in einer kleinen Ortschaft landen, klappt es sofort bei der ersten Tür bei der wir klingeln.

Die Unterkunft in Ratagan

Eine Nacht bleiben wir somit im Fisherbeck B&B in Ratagan. Da andere Gäste, die heute reserviert hatten nicht kamen, bekommen wir das Zimmer. Glück gehabt. Es ist zwar ein wenig klein aber sauber, gemütlich und gutes WiFi gibt es auch.
Die Nacht kostet nur 55£, wie immer mit Frühstück.

2 comments on “Oban, das Kolosseum und eine Herde von RehenAdd yours →

  1. Wunderschöne Bilder!
    Toll!
    … kleine Anmerkung: Rehe sind das nicht. Ist alles Rotwild, also Hirsche. Die ohne Geweih sind die passenden weiblichen Tiere dazu, die etwas kleineren die (schon älteren) Kälber. Rehe gehören zu einer andere Gattung. Sie sind wesentlich kleiner und leben nur im Winter in kleinen Familienverbänden, im Sommer sind sie im Gegensatz zum Rotwild Einzelgänger. Schottland ist bekannt für sein gut zu beobachtendes Rotwild, welches hier im Gegesatz zu den meisten anderen Gegenden, in der offenen Heidelandschaft lebt.

    1. Hallo Arnold,
      danke für deinen informativen Kommentar, sehr interessant. Wir haben das richtiggestellt.

      Schöne Grüße,
      Judith und Alex

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