Zhangjiajie – Immer dem Zufall nach

Eine Frage die uns auf dieser Reise ständig begleitet: Wohin geht es als nächstes?
Ihr könnt euch sicher sein, so einfach ist das oft gar nicht zu beantworten. Sieht man sich im Internet um, dann tun sich unendlich viele Optionen auf, die einem die Wahl nicht leichter machen. Aber manchmal, wie durch Zufall, geht es fast wie von selbst. Eine rausgerissene Seite eines im Hostel liegengebliebenen Lonely Planet machte uns neugierig welches Ziel der Vorbesitzer für sich auswählte und nach kurzer Recherche war klar, „Wulingyuan & Zhangjiajie“ sollte auch unser nächstes Ziel sein.

Die Unterkunft
Vier Nächte verbrachten wir im Zhangjiajie Yijiaqin Hotel (128 RMB/Nacht) etwa 5 Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Die Zimmer sind sauber und geräumig, die fast durchsichtige Fensterscheibe ins Badezimmer ist aber etwas gewöhnungsbedürftig. Der freundliche Besitzer hat uns für 40 RMB vom Flughafen abgeholt, was praktisch war, da wir erst in der Nacht ankamen.

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Tianmen Mountain
Die Hauptattraktion die man sich in Zhangjiajie Stadt ansieht ist der Tianmen Mountain. Die Talstation der Seilbahn liegt nur 10 Minuten vom Hotel entfernt und so gingen wir voller Vorfreude dort hin. Der Eintritt ist happig (258 RMB), aber was danach kommt ist einfach nur spektakulär.
Natürlich ging es auch dieses Mal nicht ohne Schlange stehen. Wir sind in unserem Leben noch nie so Schlange gestanden wie hier, so muss es im Vorhof zu Hölle aussehen. Beim Rauffahren mit dem Bus 1,5 Stunden und beim Runterfahren mit der Seilbahn 2,5 Stunden. Es war laut, es war heiß und vor allem viel zu viele Menschen und bei manchen lagen die Nerven blank.

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99 Kuven hat der Bus zu bewältigen, bevor man sich über 999 Stufen der Heaven’s Door nähert. Der Busfahrer nimmt die 99 scharfen Kurven mit einem Affenzahn, die vielen steilen Stufen schaffen wir hingegen nur mit einem Keuchen.
Den Rest fährt man dann gemütlich mit ein paar Rolltreppen im Berg hoch. So lässt es sich wandern.

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Am Berg führt ein spektakulärer Weg direkt an der Klippe entlang, die senkrecht bis zu 1400 m abfällt. Zwei Teilstücke können auf einem Weg mit Glasboden zurückgelegt werden. Garantiert nichts für Leute mit Höhenangst.

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Runter in die Stadt ging es dann mit der längsten Seilbahn der Welt. 30 Minuten Fahrt für 7 km und dabei nochmal einen Blick auf die rennstreckenartige Straße werfen.

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Zhangjiajie National Park

Nach dem ganzen Schlangestehen am Vortag, hatten wir die Nase gestrichen voll von überlaufenen Orten und wollten erst gar nicht zum Nationalpark.
Aber wie es der Zufall so wollte, trafen wir am Tianmen Mountain zwei Italiener, die bereits dort waren und meinten es wäre eine total andere Landschaft und anstehen wäre auch nicht so schlimm.
Naja, hat uns noch nicht ganz überzeugt und so musste uns der Zufall noch einen größeren Arschtritt verpassen! Alle Züge waren für unseren geplanten Abreisetag ausgebucht. Na dann eben doch zum Nationalpark.

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Früh morgens um 06:10 Uhr machten wir uns dann mit dem ersten Bus auf und nach etwa einer Stunden waren wir am Eingang.
Auch hier beträgt der Eintrittspreis stolze 248 RMB, das Ticket gilt für drei Tage. Mindestens zwei Tage benötigt man, wenn man so ziemlich alles vom Park sehen möchte. Busfahrten sind inklusive, Seilbahnen und Aufzüge zahlt man extra.
Im Hotel hat man uns eine Karte zur Orientierung mitgegeben und was man am besten so an einem Tag machen kann.

Ob man es glaubt oder nicht, wir haben es geschafft an dem Tag keine Minute in einer Schlange zu verbringen und in der Früh waren wir für einige Stunden alleine am Berg.

Muss man gesehen haben
Der Tag im Zhanghiajie National Park hat sich mehr als gelohnt. So eine Landschaft haben wir noch nie gesehen. Unglaublich spektakuläre, bizarre Felsformationen die man sich von oben und von unten ansehen kann. Ein wunderschönes Erlebnis, das wir sicher nicht so schnell vergessen werden. Sollte ihr die Möglichkeit haben, seht euch das an, es ist unglaublich. Fotos können das gar nicht so wiedergeben wie es war. Sagte ich bereits, dass es spektakulär und wunderschön war?
Falls man Avatar gesehen hat, so in etwa sieht es dort aus, an manchen Orten stehen auch Figuren aus Avatar rum. Tja, die Chinesen machen halt aus allem einen Rummelplatz.

Unsere Route im Zhanghiajie National Park
Vom Large Oxygen Square (Parkeingang) ging es mit dem Bus zur Seilbahnstation und mit der rauf auf den Berg.
Dort haben wir den Rundweg mit fantastischen Ausblick auf die aufragenden Felsspitzen gemacht.

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Über hunderte von Stufen ging es zu Fuß wieder runter zum Large Oxygen Square, um dann gemütlich dem Golden Whip Stream entlang zu gehen. Eine gemütliche Wanderung am Wasser, mit Affen und halsverrenkende Blicke auf die Berge.

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Auch eine Möglichkeit, wer es nicht mehr schafft oder möchte, der kann sich tragen lassen.

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Verpflegung gibt es auch genug vor Ort. Fertiggerichte, Getränke und Souveniers gibt es genügend am Wegesrand.

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Am dessen Ende des Golden Whip Stream nahmen wir nochmal den Bus, der uns zum Bailong Elevator brachte. Ein Aufzug aus Glas, der senkrecht an der Felswand rauffährt (grandios).
Oben angekommen machten wir dann nochmal einen Rundgang und bestaunten diese wunderbar krasse Landschaft.

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Nach satten 10 Stunden waren wir wieder im Hotel. Müde und fertig vom Tag aber total froh dort gewesen zu sein. Was für ein glücklicher Zufall.

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8 comments on “Zhangjiajie – Immer dem Zufall nachAdd yours →

  1. da sind unsere Berge ja gemütlich Spazierwege, unglaublich, na da werdet ihr schon als extrem Sportler zurück kommen mit diesen Treppen und allem drum und dran.
    Ich finde das herrlich hier von Meran eine Weltreise so mit euch zu unternehmen, diese wunderbaren Bilder zu sehen, wie im Film….
    Ciao Gerti

  2. Wow, tolle Bilder. Da hattet ihr echt Glück mit dem Wetter. In den drei Tagen, die ich in Zhangjiajie verbrachte, konnte ich die Berge an zwei Tagen überhaupt nicht sehen und am dritten nur gerade knapp erkennen.

    1. Hey Oli, war echt beeindruckend. Wir konnten an einem Tag den Berg vor lauter Touristen fast nicht mehr sehen 🙂

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