Heute sind wir seit 10 Monaten auf Weltreise, was für eine unglaubliche Zeit, die sich langsam aber sicher leider dem Ende neigt. Wer jetzt denkt, dass wir den Rest unserer Zeit ruhiger angehen lassen, uns irgendwo ein Häuschen am Strand suchen, um uns die Sonnen auf die Bäuche scheinen zu lassen, der hat sich getäuscht.
Wir starteten die Weltreise mit einem Mythos von Eisenbahn, und fuhren mit der Transsib von Europa bis nach Asien. Mittlerweile haben wir es bis in die USA geschafft, sind vom Zug auf das Auto umgestiegen und stehen nun vor dem nächsten großen Mythos der bezwungen werden will, die Route 66.

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3073 km beträgt die Entfernung von Las Vegas nach Chicago. Wir haben einen Mietwagen und 21 Tage Zeit, diese mega Strecke zurückzulegen. Soweit so gut, jetzt müssen wir nur noch schauen, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Benzin ist in den USA relativ günstig (ca. € 0,60/l), das hilft uns etwas. Restaurants und Motels bleiben aber ein Luxus, den wir uns sicherlich nicht jeden Tag leisten können und so sorgen wir gleich vor.
Walmarts sind gigantische Supermärkte, die locker alle Geschäfte einer Kleinstadt ersetzen können. Von Lebensmittel, über Apotheke, Elektronik, Fahrräder, Gärtnerei, Möbel, Mechaniker zu Kleidung und Waffen, hier findet man einfach alles. Da wir mehrere Monate Campingerfahrung in Neuseeland und Australien gesammelt haben, kauften wir uns erstmal einen Campingkocher (20 USD / € 18), vier Gaskartusche CP 250 (12 USD / € 10,85) und einen Topf (3 USD / € 2,70). Somit können wir für die Kulinarik selber sorgen. Mit in den Einkaufswagen wandern noch zwei Schlafsäcke (14 USD, € 12,75 das Stück), wenn alle Stricke reissen, dann kommen die zum Einsatz.
Letzter Akt, wir kaufen eine Sim Karte mit Guthaben von At&t GoPhone für 55 USD (€ 50) und haben somit Internet und Telefonie für einen Monat.
In einem spanischen Supermarkt decken wir uns noch mit Lebensmitteln ein, stopfen alles in den überquellenden Kofferraum unseres Nissan Versa, der hier in den USA ein Kleinwagen ist, und machen uns auf um die Mutter aller Straßen zu erkunden.

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Sobald man die Glitzerwelt von Las Vegas verlässt, hat man nur mehr die Wüste und Steppe von Nevada um sich. Nichts als dürres Land weit und breit, schon verrückt genau hier im Nichts eine solche Stadt zu bauen.

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Hoover Dam
Ein mächtiger Staudamm, der etwa 50 km von Las Vegas entfernt liegt. Er wurde zur kontrollierten Wasserabgabe und zur Stromerzeugung errichtet. Genau in der Mitte der Staumauer verläuft die Grenze zu Arizona und somit betreten wir den dritten Bundessaat auf dieser USA Reise.

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Route 66 – Kingman
Am Abend war es dann so weit, am Straßenrand taucht das erste Schild auf und kündigt an, dass wir uns nun auf der Historic Route 66 befinden. Wir freuen uns wie kleine Kinder die gerade etwas geschenkt bekommen haben. Keine Ahnung wieso, ist eigentlich nur eine Straße und doch irgendwie besonders.
In Kingman gibt es ein Route 66 Museum in dem man mehr über die Geschichte der Straße erfährt und wir uns schon mit ein paar Souvenirs eindecken.

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Die Unterkunft
Wenn wir schon auf der 66 unterwegs sind, dann aber auch standesgemäß in einem Motel absteigen. Eine Nacht bleiben wir im Ramblin Rose Motel in Kingman. Sauberes Zimmer und Bad, die Einrichtung etwas in die Jahre gekommen, schnelles WiFi gibt es kostenlos dazu. Der Swimmingpool ist leider nur mehr eine Kiesgrube.
Wir werfen unseren Campingkocher an, öffnen zwei Bier und stoßen auf den bevorstehenden Roadtrip an. Wir befürchten, das wird verdammt gut!
Preis pro Nacht 42,50 USD (€ 38).

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Auf der Mother Road nach Seligman
Es ist furchtbar, wir kommen wiedermal kein bisschen voran wenn wir so weiter machen. Alle paar Kilometer halten wir um Fotos von verlassenen Motels und einsamen Dinern zu machen. Die Route 66 hatte ihre besten Tage zwischen 1930 – 1960, heute existiert sie nur mehr in Teilen, was dem Mythos aber keinen Abbruch tut. Wenn man nicht gerade bei verwaisten Wirtschaften vorbei kommt, fährt man durch karge Landschaften und kann sich ausmalen, wie hier früher Indianer und Cowboys durchzogen.

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Seligman war dann unser Route 66 Höhepunkt, der Ort bietet so viele Motive und kuriose Geschäfte, da gehört ein Halt fast schon zum Pflichtprogramm.

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Was wir bis hierher von dieser legendären Straße gesehen haben war echt cool und verrückt. So kann es gerne weiter gehen.

Tipp: Wer in den USA einen Roadtrip plant, dem können wir die Website Roadtrippers.com wärmstens empfehlen. Neben dem Streckenverlauf kann man sich viele nützliche Attraktionen und Unterkünfte anzeigen lassen und sich seine Route bequem zusammenstellen.

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Route 66 – Unterwegs auf der Mutter aller Straßen
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