Ni hao Peking!

Staunend sitzen wir in unserem Abteil und starren aus dem Fenster. Wir sind kurz vor Peking und an uns ziehen riesige Wohnbunker vorbei. Zu hunderten oder tausenden stehen diese mega Bauten hier rum und es wird gebaut und gebaut. Viele davon fertig aber leer, oder bereits alt und immer noch leer und daneben wird schon das nächste Menschensilo hochgezogen. Was für ein Wahnsinn, das kann was werden hier.

Die Ankunft am Pekinger Zentralbahnhof war dann recht schlicht, keine Fanfaren oder Konfettikanonen. Aber es ist geschafft, nach 7622 km Fahrt, 6 Zeitzonen und 3 Ländern, sind wir nun in Chinas Hauptstadt angekommen.
Wir strömen mit den Menschen nach draussen und dort erwartet uns noch eine viel größere Menschenmasse. Aber alles scheint so geregelt und ordentlich abzulaufen. Die Stadt wirkt sauber und aufgeräumt und wir ahnen, hier müssen wir länger als 4 Tage bleiben.

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Wichtiger Hinweis
Peking hat 20 Mio. Einwohner, China insgesamt 1,3 Milliarden und wie es scheint, sind hier zur Zeit alle Chinesen im Urlaub. Wenn es also irgendwie möglich ist, bitte fahrt nicht im August nach China. Mehrere Stunden in der Schlange stehen, bei Temperaturen um 40° C ist nicht lustig und glaubt uns, ihr werdet oft Schlange stehen. Falls es nicht anders geht, fahrt, es wird trotzdem großartig.

Die Unterkunft
Vier Nächte verbrachten wir im Leo Hostel (314 RMB/Nacht, Metro: Linie 2 – Qianmen). Die Lage ist wirklich 1A, man kann viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen und eine Metro Station ist auch in der Nähe.
Das Personal spricht perfekt Englisch, die Zimmer sind gut und haben Klimaamalge, WiFi eher mau.

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Vier weitere Nächte waren wir dann im Dragon King Hostel (342 RMB/Nacht, Metro: Linie 5 – Zhangzizhonglu). Ruhige Lage in einem Hutong, wirklich schöne Zimmer und auch hier spricht das Personal perfekt Englisch.
Zu Fuß erreicht man eigentlich nicht viel, aber dafür ist die nächste Metro nur 1 Minute entfernt, WiFi auch mau.

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Von A nach B kommen
Mit der Pekinger Metro kommt man eigentlich so gut wie zu jeder Sehenswürdigkeit hin. Leider kann man kein Tages- oder Wochenticket kaufen, sondern muss für jede Fahrt eine Karte beim Automat oder am Schalter ziehen. Immer die richtige Endstation angeben, sonst muss man am Schalter den fehlenden Betrag nachzahlen.
Tipp: Da die meisten Stationen mehrere Ausgänge haben, nehmt euch kurz Zeit und lest die Hinweisschilder durch, welche Straße/Sehenswürdigkeit sich bei welchem Ausgang befindet. Das erspart Umwege, denn einfach über die Straße rennen ist nicht, in Peking sind die nämlich schön eingezäunt.

Folgende Apps haben wir genutzt
MetroMan: Hilft dabei die schnellste Metro Verbindung zu finden und hat auch eine integrierte Karte zur Orientierung (die ist leider nur auf chinesisch). Die App kann man auch in anderen Städten verwenden.
Apple Maps: Ja wirklich, die funktioniert hier richtig gut. Da sie sich aber offline nicht so gut verwenden lässt wie Google Maps, haben wir uns noch eine SIM-Karte besorgt (150 RMB, davon 50 RMB Guthaben). Das China LTE funktioniert zwar nicht auf meinem iPhone, aber EDGE reicht hier zum Navigieren und wenn man mal das Hotel anrufen muss, zahlt man sich nicht dumm und dämlich.
Maps.Me: Gute Alternative zu Apple Maps

Thema Internet
Das Internet wie wir es kennen ist in China kaputt. Leider zensiert die Regierung gerne und so gehen manche Websites nicht. Facebook und Twitter zum Beispiel. Besonders nervig ist das bei den Google Diensten, wenn man Gmail nutzt und keine Mails mehr ankommen.
Hinzu kommt noch, dass es in den Hostels zu wenig Bandbreite für zu viele Menschen gibt.
Um der Zensur entgegen zu wirken, solltet ihr euch bereits vor der Einreise einen VPN klicken. Wir verwenden ExpressVPN, der recht gut funktioniert.

Meine Güte, komm in die Gänge Junge!
Ok alles klar, ihr wollt wissen was man in Peking so machen kann, dann kommt hier unsere Highlightsliste.
Ihr wollt Musik dazu? Null Problemo, Bitteschön


 

Tian An Men Platz (Metro: Linie 2 – Qianmen)
Mit ca. 40 ha der größte innerstädtische Platz der Welt und eine symmetrische Betonwüste. Über dem Tor des Himmlisches Friedens hängt das Abbild des allgegenwärtigen Mao Zedong. Wir haben uns dann noch für 60 Minuten eingereiht um Mao auch noch Leibhaftig im Mausoleum zu sehen (10 Sekunden im Vorbeigehen). Taschen und Kameras müssen davor abgegeben werden.

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Verbotene Stadt (Metro: Linie 2 – Tiananmen)
Der ehemalige Kaiserpalast befindet sich mitten im Herzen von Peking und ist erst seit 1925 für Besucher zugänglich.
Eintrittspreis 60 RMB und den Reisepass (oder Kopie) mitnehmen sonst gibt es kein Ticket.

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Qian Men Da Jie Straße (Metro: Linie 2 – Qianmen)
2 Minuten vom Leo Hostel entfernt liegt die Qian Men Da Jie Straße, dort gibt es zahlreiche Shops und in der Seitengasse jede Menge günstige und ausgezeichnete Essgelegenheiten. Die chinesische Küche ist wirklich fantastisch, wie wir meinen. Also unbedingt hingehen und eine Pekingente bestellen! Nur echt mit Schnabel im Teller.

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Nachtmarkt & Wangfujing (Metro: Linie 1 – Wangfujing)
Wer Bock auf Skorpionspieß, Spinnen, Schlangen oder frittierten Seestern hat, der kommt hier auf seine Kosten. Wer es nicht so exotisch mag, wird hier auch fündig. Preise sind aber etwas höher als in der Qian Men Da Jie Straße.
Gestärkt kann es dann zum Shoppen in die Wangfujing Straße gehen, die Einkaufsmeile in Peking.

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Sommerpalast (Metro: Linie 4 – Beigongmen)
War leider total überlaufen und so machten wir uns bald wieder aus dem Staub.

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Beihai-Park (Metro: Linie 6 – Beihai North)
Ein Park mit See und für uns eine gute und günstigere Alternative zum Sommerpalast. Handtuch mitnehmen und es sich unter den Bäumen auf der Wiese gemütlich machen. Herrlich.

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Künstlerviertel 798 (Metro: Linie 2 – Dongzihmen -> dann Bus 401 nehmen)
Buntes Viertel mit jeder Menge Ateliers, Shops und Cafés. Wer sich etwas Kunst zu Gemüte führen möchte ist hier genau richtig. Viele der Ausstellungen können kostenlos besichtigt werden.

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Olympischer Park (Metro: Linie 8 – Olympic Sports Center)
Zu sehen gibt es das Nationalstadium aka Vogelnest und das Nationale Schwimmzentrum. Könnt ihr ihn spüren, den olympischen Geist?

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Nanluoguxiang Hutong (Metro: Linie 6 – Nanluoguxiang)
Schöner Hutong mit Shops und Essensständen, sehr beliebt am Abend.

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Was es sonst noch gibt
Wer noch Zeit und Reserven hat, der könnte sich zum Beispiel das Nationaltheater ansehen (Metro: Linie 1 – Tiananmen West).

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Oder das CCTV Gebäude, im Volksmund Unterhose genannt (Metro: Linie 10 – Jintaixizhao).

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Wir haben auch noch einen Abstecher zur Nationalbibliothek gemacht (Metro: Linie 4 – National Library).

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Wer Pandas sehen möchte, der kann dazu im Pekinger Zoo (Metro: Linie 4 – Beijing Zoo) seine Chance nutzen. Der Eintritt kostet wenig, was dem Ganzen auch gerecht wird. Dafür kostet das Aquarium um so mehr. Hat uns leider auch nicht so überzeugt, aber dafür konnten wir der Hitze für einige Zeit enkommen.

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Extra Tipp
Wer sein Kameraequipment erweitern möchte, der könnte am Wukesong Kamermarkt (Metro: Linie 1 – Wukesong) fündig werden. An der Metrostation sucht ihr euch am besten ein Taxi und lasst euch dort hin fahren. Unbedingt Preise vergleichen, die können von Shop zu Shop ganz schön schwanken.

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Peking war ein super Auftakt für unsere Zeit in China und wir freuen uns jetzt schon darauf mehr vom Reich der Mitte erleben zu dürfen!

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4 comments on “Ni hao Peking!Add yours →

    1. Wir haben das Visum vor Antritt der Reise, noch zu Hause besorgt, in Italien :). Haben es über ein Reisebüro machen lassen.

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