Taxifahrer sind wie Raubtiere, kaum steigt man aus dem Bus, verlässt den Bahnhof oder Flughafen, schon stürzt sich eine Horde davon auf dich und will dich so schnell wie möglich in ihr Fahrzeug verfrachten. Taxometer gibt es in den seltensten Fällen und der Preis ist immer Verhandlungssache. Es fühlt sich aber immer an, als ob man geleimt wurde.
Große Verluste hat man hier in Südostasien zwar nicht, aber diese variablen Gebühren nerven doch.
Mit Peter erging es uns nicht anders, als wir vom Minivan ausstiegen, nach einer fünfstündigen Fahrt von Mt. Kinabalu nach Kota Kinabalu und von da bis nach Kudat, war sein Gesicht das erste das wir sahen. Grau miliertes Haar, mitte 50 und etwas durch den Wind.
Wir wollen doch sicher zum Tip of Borneo, da drüben steht sein Wagen, es kann sofort losgehen. Ach ihr wollt da nicht hin, aber dann gebe ich euch meine Nummer, falls ihr ein Taxi benötigt. Wir gehen hastig weiter und lassen Peter mit einem vielleicht Morgen zurück.

Chinesischer Tempel
Am Abend sahen wir uns noch den chinesischen Tempel in der Stadt an, viel mehr kann man hier nicht machen.

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Die Unterkunft
Wir sind in das nächst beste Hotel in Kudat marschiert, in dem Fall war es das Hotel Upperdeck und haben dort ein Zimmer für eine Nacht gebucht. Nach den ganzen Tagen in Schlafsälen, war es wiedermal angenehm ein Zimmer mit Bad für sich zu haben. Hat auch alles gepasst, sogar Meerblick hatten wir, auch das WiFi funktionierte akzeptabel.
Kosten pro Nacht 100 MYR (€ 21).

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Warum wir vom Taxifahrer den Namen wissen? Wir sind am nächsten Tag doch zum Tip of Borneo gefahren, haben ein Taxi gebraucht und Peter war wieder zur Stelle. Nach der Preisverhandlung konnte es fast losgehen, Peter rennt im Kreis, der Bus aus KK ist gerade angekommen und spuckt neue Touristen aus. Der hätte am liebsten noch ein paar zu uns reingestopft, eine Diskussion später starten wir.
Der Wagen hat einige Jahre auf dem Buckel, das nötigste wurde mit Tape repariert und ein Wecker dient als Autouhr. Ein Flickwerk, aber er läuft und bringt uns 40 Minuten später gut an unser erstes Ziel für heute.

Tip of Borneo
Der nördlichste Punkt von Borneo. Dunkle Regenwolken ziehen vom Land über das Meer. Irgendwie passt so ein Wetter einfach zu solchen Orten, die scheinbar am Ende der Welt liegen.
Der Strand und die daneben gelegenen Unterkünfte sehen einladend aus, aber wir bleiben nicht lange hier, wir sind sogar schneller fertig als die vereinbarte halbe Stunde.
Der Wagen braucht allerdings noch 5 Minuten, wir finden ihn mit aufgeklappter Motorhaube wieder. Peter schenkt ihm ein Schluck Wasser nach, dann kann es weiter gehen.

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Der Taxifahrer wird redselig, er hat eine Tochter die ins Collage geht, dafür muss er Geld verdienen. Money, Money, Money ruft er durch den Wage, alles so teuer, darum fährt er Taxi. Aber die Leute mögen die Taxifahrer nicht besonders, er versucht ein guter Fahrer zu sein, damit die Kunden wiederkommen. Dann fängt er an von den Philippinos hier zu erzählen und dass man keinesfalls zu ihnen ins Auto steigen soll. Sie rauben einen aus, entführen dich. Das sind Terroristen. Seine Hand greift zum Rückspiegel, dort hängt ein Kreuz dass er uns zeigt und sagt: „I am christ, not terrorist!“. Ok, wir sind überzeugt.
Mittlerweile fahren wir durch den Dschungel, tiefer und tiefer, dann lichtet sich das Dickicht, Peter hält an, wir sind bei unserer Unterkunft angelangt.
Wir bezahlen ihn, natürlich hat er nicht genügend Wechselgeld, auch so eine Taxifahrermarotte, aber was soll’s, es sei ihm vergönnt.

Die Unterkunft
Das North Borneo Biostation Resort ist für weitere zweit Tage hier im Norden von Borneo unsere Unterkunft. Die spitzdächrigen Bungalows sehen einfach spitze aus, von aussen wie von innen. Das Bad befindet sich quasi im Freien, geschützt von Holzwänden und einer kleinen Überdachung, sehr cool.
Es gibt ein Restaurant mit ganz guten Gerichten und passablen Preisen. Ringsherum gibt es nur Regenwald, Strand und Meer. Ein tolles Ambiente, das pro Nacht 140 MYR (€ 29,5) kostet.

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Kajakfahren extrem
Da wir nicht nur faul rumliegen wollten, haben wir uns beim Hotel ein Kajak samt Schnorchelausrüstung geliehen. Wir sind dann gen Norden gepaddelt und konnten uns an menschenleeren Stränden ausbreiten. Das Wasser hatte Badewannentemperatur, nur zum Schnorcheln hätte man müssen weiter raus fahren und da sagen wir doch lieber ne.
Am Nachmittag nahm der Wellengang dann um einiges zu und wir hatten alle Paddel voll zu tun, zwischen Felsen und sich auftürmenden Wellen zu navigieren. Sah für den Profi vielleicht lächerlich aus, aber für zwei Landratten wie uns, war das eine Meisterleistung, ihr hättet dabei sein müssen, uns stockte selbst manchmal der Atem bei all der Waghalsigkeit.

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