Ab ins Hinterland – Von Koalas, Würgefeigen und Glasbergen

Unser Camperalltag ist hier in Australien, wenn wir nicht gerade eine coole Great Barrier Reef Tour machen, nicht sonderlich aufregend. Ein Tag sieht kurz umrissen folgendermaßen aus:

  • wir stehen ziemlich früh auf, meistens schon um 7 Uhr morgens
  • Innenraum des Campers von Schlafstätte zu Sitzbereich umfunktionieren
  • zum Frühstück gibt es Cornflakes mit Milch oder Toastbrot mit Nutella (nicht sehr gesund, dafür günstig und man bekommt einige Portionen davon raus)
  • dann steht meist eine lange Fahrt an, es geht mehrere hundert Kilometer auf dem Highway zwischen Zuckerrohrplantagen entlang
  • immer wieder Pausen einlegen, ab und zu eine Ortschaft ansehen
  • dazwischen noch Mittagessen auf unserem Campingkocher zubereiten; selten haben wir so viele Nudeln gegessen wie in unserer Camperzeit
  • Abends wird es bereits um 18 Uhr dunkel; wenn möglich suchen wir davor schon einen Stellplatz
  • Abendessen kochen, Innenraum wieder zum Schlafplatz umfunktionieren und dann Bücher lesen (Buchempfehlung: Ein Mann names Ove)

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Auch am Tag nach der Lady Musgrave Tour ging es wie oben beschrieben weiter, Zwischenstopp in Bundaberg und danach steuerten wir einen Campingplatz an.

Der Campingplatz
Eine Nacht bleiben wir an der Petrie Park Camp & Rest Area. Wenig Fläche zum Abstellen vorhanden, relativ schiefer und unebener Platz und die Klos sind weit entfernt. Kostet aber keinen Dollar und die Lage neben dem Fluss ist wirklich schön.

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Koalabär in Sicht
Ein neuer Morgen, ein bekannter Tagesablauf. Heute fahren wir nach Noosa, eine Ortschaft wunderbar gelegen am Meer und unheimlich viel los an diesem Wochenende. Wir gehen eine Runde im Noosa National Park spazieren, der Weg führt der Küste entlang und ganz oben in einem Eukalyptusbaum konnten wir einen Koalabär entdecken. Liegt da und schläft einfach. Koala müsste man sein.

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In Eumundi findet jeden Samstag und Mittwoch ein Handwerkermarkt statt und der ist stattlich groß. Leider sind wir erst kurz vor Schluss dort und so rauschen wir durch die vielen Stände mit wunderbar selbst gemachten Sachen hindurch.

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Der Campingplatz
Am Ende des Tages stehen wir dann in der Jowarra Park Area. Guter Platz zwischen Straße und Wald. Am Abend wird es recht voll, die Klos sind versüfft. Trotzdem empfehlenswert und ist kostenlos.

Jowarra Park Area
Wär hätte das gedacht, im Wald hinter unserem Campingplatz gibt es einen Dschungelwalk der sich sehen lassen kann. Hier kann man exzellente Exemplare der Würgefeige sehen. Die Samen der Würgefeigen gelangen über Vögel in die Baumspitzen des Waldes, von dort senden sie ihre Wurzeln zum Boden, um Wasser und Nährstoffe zu liefern. Die Wurzeln werden dicker und umschlingen den Baumstamm der Wirtspflanze immer mehr, die Krone der Würgefeige wird größer und nimmt dem Wirt das Sonnenlicht weg. Am Ende wird der umschlungene Baum quasi erdrosselt und stirbt langsam ab. Übrig bleibt die Würgefeige mit Hohlraum vom ehemaligen Stammhalter.

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Ab ins Hinterland
Irgendwie steht uns der Sinn nicht mehr nach Meer, wir wollen ein Stück ins Innland fahren. In Caloundra kriegen wir im Infobüro ein Prospekt von den Glass House Mountains im Hinterland in die Hände und erklären es spontan zu unserem nächsten Ziel.

Tipp: Beim Infobüro in Caloundra gibt es kostenlose Duschen und Toiletten. Sehr sauber und nach einigen Tagen ohne Bad, eine willkommene Einrichtung.

Montville
Für uns geht es nun rauf in die Berge nach Montville. Ein wunderschöner Ort mit alten Häusern und Künstlerläden, Bars und Restaurants. Nicht schlecht hier, das fängt schon gut an im Hinterland von Australien.

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Maleny
In Maleny kommen wir gerade recht zur ANZAC Parade. Heute ist nationaler Gedenktag, der 25. April ist der Jahrestag der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen im Ersten Weltkrieg.

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Glass House Mountains & Botanical Garden
Ausserhalb von Maleny gibt es einen Lookout um die Sicht auf die Glass House Mountains zu genießen.

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Der botanische Garten in Maleny hat eine super Lage mit toller Aussicht auf die Glass House Mountains. Der Eintritt von 16 AUD (€ 10,60) ist aber keinesfalls gerechtfertigt. Es gibt einige Tiere zu sehen und eine Gartenlandschaft die man nicht gerade als schön bezeichnen kann. Sehr uninspiriert ist die Anlage aufgebaut und der Teil mit Elfen- und Schlumpffiguren ist wohl der schlechteste Witz den wir bisher in einem botanischen Garten gesehen haben.
WiFi gibt es auch, geht an manchen Stellen recht gut.

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Fig Tree Walk
Ein 25 Minuten Rundweg, bei dem man zwei riesige Exemplare der Moreton Bay Fig (Großblättrige Feige) zu sehen bekommt. Sehr schön und eindrucksvoll.

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Der Campingplatz
Zwei Nächte verbringen wir am Cruice Park. Schöner Platz mit viel freier Fläche und sauberen Klos. Kostenloser Aufenthalt.

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Wir halten fest, die zwei Tage im Hinterland waren mitunter das Beste auf unserem Roadtrip durch Australien. Hier gab es einiges auf kurzer Strecke zu sehen, ganz nach unserem Geschmack. Man hätte stattdessen auch auf die Fraser Island oder Moreton Island fahren können, aber das wurde uns schlussendlich zu kostspielig nach den bereits gemachten Touren. Wir können uns jedenfalls nicht beklagen.

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