Sydney – Obdachlos und ohne Gepäck – Teil 2

Was bisher geschah: Teil 1 unseres AirBnB Desasters in Sydney

Jetzt reicht es, wir wählen die Nummer vom AirBnB Support in Deutschland und schildern denen unsere Situation, werden weitergeleitet, warten, telefonieren, warten und telefonieren wieder. An die Telefonrechnung sollte man erst gar nicht denken, zwischendurch müssen wir das Handy wechseln, das eine Guthaben ist bereits aufgebraucht. Der Duft vom Essen wechselt mit dem der Abfalltonne, es wird immer später und immer kälter.

Sydney-Australien-12

Sydney-Australien-2

Sydney-Australien-36

Sydney-Australien-20
 

Endlich ruft AirBnB an und sagt, wir sollen uns ein Hotel suchen und ihnen dann die Rechnung schicken. Ein Problem bleibt noch, unser Gepäck mit den ganzen Klamotten ist in der Wohnung und morgen geht unser nächster Flug.

Die Unterkunft
Diese eine Nacht verbringen wir im Urban Hotel nicht weit entfernt von dem Ort wo wir die letzten knapp 2 Stunden zugebracht haben. Das Hotel ist ein Glücksgriff. An der Rezeption gibt es Häppchen so viel man essen kann, dazu Wein und Bier. Wir machen die Gläser ordentlich voll und der Mann an der Rezeption sagt wir können auch die restlichen Flaschen Bier mitnehmen. So will man als Gast empfangen werden.
Das Zimmer ist so sauber, es ist eine Freude für einige Stunden Teil dieses Raumes zu sein. Fernseher an, es läuft Jazzmusik, wir stoßen an und genießen Zimmer 304.
Die Nacht kostet 109 AUD (€ 73,50), WiFi ist schnell und die Croissants und Muffins zum Frühstück sind inklusive.

Sydney-Australien-39
 

Was für ein Abend, so stellt man sich absolut keinen Samstag vor. Am Tag haben wir nochmal eine Runde in Sydney gedreht und uns ein paar Dinge angesehen bevor das Desaster begann.

Chinesischer Garten der Freundschaft
Schön angelegter Garten und bei einem Eintritt von 6 AUD (€ 4) kann man sich den gerne ansehen wenn man Zeit hat.

Sydney-Australien-50

Sydney-Australien-5

Sydney-Australien-47

Sydney-Australien-4

Sydney-Australien-3
 

The Rocks
Ein noch erhaltenes Viertel aus den Zeiten der ersten Besiedelung, liebevoll restauriert. Wenn man schon mal da ist, kann man sich auch das Museum of Contemparary Art ansehen, mit einigen kostenlosen Ausstellungen.

Sydney-Australien-21

Sydney-Australien-25

Sydney-Australien-27
 

Saint Mary’s Cathedral

Sydney-Australien-11
 

Mitchell Library

Sydney-Australien-16
 

Am nächsten morgen, der Tag unserer Abreise, hasten wir nochmal zur AirBnB Wohnung die gestern verschlossen blieb. Wieder klopfen wir unaufhörlich gegen die Tür und schmeissen Steine gegen ein Fenster. Dieses Mal mit Erfolg, jemand öffnet uns im Halbschlaf die Tür. Wir laufen rauf ins Zimmer, schnappen unsere Rucksäcke, alles noch vorhanden und ziehen erleichtert von Dannen.
Die wohl schlechteste Erfahrung die wir bisher auf unserer Weltreise machen musste. Das Dschungelcamp in Taiwan war auch nicht ohne, aber Nachts vor einer verschlossenen Tür zu stehen, in einer unbekannten Stadt und es wird immer kälter ist überhaupt nicht lustig. Nach dieser Erfahrung sind wir nur mehr halb so freudig auf unserer nächste Unterkunft, die wir ebenfalls über AirBnB gebucht haben. Was soll’s, irgendwie wird das schon werden.

Wir mussten zwar einige Male mit AirBnB telefonieren und es hat Zeit gekostet bis wir zu einer Lösung kamen, die Hotel- und Telefonrechnung wurden komplett von ihnen übernommen. Auch das Geld für die dritte nicht verbrachte Nacht im versperrten Apartment wurde zurückerstattet und einen € 50 Gutschein für eine nächste Buchung haben wir erhalten.

Sydney-Australien-38
 

Australien, was sollen wir denn nun von dir halten?
Wir haben hier hunderte Kilometer zurückgelegt ohne irgendetwas nennenswertes zu sehen. Zuckerrohrplantage, würde den Großteil dieser Reise beschreiben. Einfach nur zwischen Zuckerrohr entlang fahren, relativ unspannend.
Das Great Barrier Reef war großartig, die Farbenpracht der Korallen, die vielen Fische und das Schnorcheln mit Schildkröten war absolut super. Definitiv das Highlight hier aber auch nicht günstig.
Gut fanden wir auch die vielen Möglichkeiten gratis zu Campen und dass Benzin so günstig ist. Das Hinterland fanden wir ebenfalls sehr gut, da gab es wieder ordentlich was anzusehen auf kurzen Strecken.
Mit Australien sind wir irgendwie nicht so recht warm geworden, vielleicht die falsche Route oder wir sind schon zu lange unterwegs. Wer weiss schon, Australien ist wahrscheinlich nicht deine Schuld, liegt sicher an uns.

1 comment on “Sydney – Obdachlos und ohne Gepäck – Teil 2Add yours →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.