Seoul – O Seoule mio

Sechs Tage bleiben uns noch, bis unser Flieger nach Taiwan abhebt. Die Tage verbringen wir in der Hauptstadt Südkoreas, Seoul. Hier kommt man mit Englisch gut weiter und man begegnet westlichen Gesichtszügen wieder häufiger. Die Preise sind allerdings auch etwas höher als im Rest des Landes, ein Kaffe kostet hier 1000 – 2000 WON mehr.
Zum Glück wurde es wieder ein wenig wärmer und so mussten wir nicht schichtenweise Kleidung tragen.

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Von A nach B kommen
Mit der Metro kommt man in Seoul so gut wie an jeden Punkt der Stadt den man möchte, sogar zum Flughafen in Incheon. Wir haben immer Einzelfahrkarten gekauft. Darauf ist Pfand, den man sich nach jeder Fahrt vom Automaten wieder holen kann. Wenn eine Bahn einfährt, dann wird Blasmusik abgespielt. Damals in Daejeon kündigte klassische Musik die U-Bahn an und das Rausgehen, durch das Drehkreuz, wurde mit Vogelgezwitscher begleitet.
Um bei den ganzen Linien den Überblick zu behalten empfiehlt es sich die App MetroMan Seoul zu installieren.

Die Unterkunft
Zum Abschluss wollten wir uns nochmal so richtig was gönnen und haben uns für das Motel Benhur entschieden. Bei so einem Namen kann man doch nichts falsch machen dachten wir uns. Leider mussten wir aber nach der ersten Nacht ein neues Zimmer beantragen, da es furchtbar nach Abfluss roch. Im neuen Schlafgemacht war es dann besser, aber so wirklich sauber wirkte das alles nicht. Auch die perfekte Lage zwei Minuten von der Metrostation „Jongno 5-ga“ entfernt und die Popcornmaschine in der „Lobby“ konnte das ranzige Zimmer nicht wett machen. Eines der wenigen Hotels die wir nicht nochmal buchen würden und mit 48000 Won / Nacht noch dazu das teuerste in Südkorea.
Zimmerausstattung wie üblich: riesen TV, PC, WiFi, Whirlpool, Haarspray, Haarbürste, Rasierer, Aftershave, Bodylotion und Wasserflaschen so viele man benötigt.

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Kultur, Gangnam, Hongdae
In der Stadt gibt es einige Tempel und Plätze zu besichtigen, was man davor wissen sollte, um nicht wie wir vor verschlossenen Türen zu stehen, Montag haben die meisten Attraktionen Ruhetag.
Hat man sich dann an dem geschichtlichen Teil satt gesehen, dann stürzt man sich in eines der In-Viertel der Stadt oder lässt sich von der U-Bahn irgendwo ausspucken und läuft die Straßen entlang. In Seoul gibt es garantiert überall etwas zu sehen.

Bukchon Hanok Village
Ein 600 Jahre alter traditioneller Stadtteil, durch den viele Gassen führen. Die Häuser sind sehr schön erhalten und bei einem davon hat man die Möglichkeit, gegen Eintritt inkl. Getränk, auf die Dachterrasse zu gehen und über das Viertel zu blicken.

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Changdeok Palace
Changdeok Palace ist einer der fünf erhaltenen Paläste in Seoul und umgeben von einer großen Parkanlage. Die bunt bemalten Dachträger und die Herbstfärbung im Hintergrund, passten perfekt zueinander.
Zum Palast gehört auch noch der geheime Garten. Den haben wir uns allerdings nicht angesehen, dazu musste man sich zu bestimmten Zeiten einer Führung anschließen.

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Gangnam
Natürlich kamen wir nicht umhin, uns den Stadtteil Gangnam anzusehen. Spätestens nach dem Lied und Tanz von Sänger Psy, dürfte zumindest jeder diesen Teil von Seoul kennen. Ein schickes Viertel mit Hochhäusern aus Glas und Beton für die Wohlhabenden in Südkorea. Restaurants, Bars und Läden findet man hier en masse.

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Hongdae
Wer wirklich die südkoreanische Jugendkultur erleben möchte, der sollte sich nach Hongdae begeben. Hier schreit so viel nach kitsch und trash, dass man gar nicht mehr weiss wohin man sehen soll. Begleitet wird die Reizüberflutung von K-Pop Bands, die alle aus dutzenden Mitgliedern bestehen, deren Songs aus den Boxen der Shops dröhnen.
Straßenmusiker, Straßenküchen, Restaurants, Bars, Karaoke, Wahrsager, Trickeye Museum, Hello Kitty- und Schafkaffe und Klamottenläden und immer wieder Handyhüllenläden. Hier ist das ganze Land so jung wie sonst nirgends und es ist großartig.

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Das Trickeye Museum
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Ein Straßenkünstler
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Tiramisu
Bei Tiramisu kann man nicht widerstehen, auch nicht bei einer 15 minütigen Schlange. Es war dann ganz ok. Kein Ding das einem den Gaumen wegpustet.

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War Memorial
Eine gigantische Anlage, in der nicht nur der Koreakrieg behandelt wird, sondern auch die Geschichte der UN und der Vietnamkrieg. Im Freien kann Kriegsgerät besichtig werden, untermalt von Walzermusik und irgendwann hisst man, ob der schieren Größe dieses Monumentalbautes, das weiße Fähnchen und möchte eigentlich gar nichts mehr von dem ganzen Kriegsapparaten wissen.

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Mt. Namsan und Stadt
Mit der Seilbahn sind wir zum Mt. Namsan hochgefahren um uns die Stadt von oben anzusehen. Auf dem N-Seoul Tower waren wir nicht, da man auch sonst einen schönen Blick auf die Metropole hat.

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Nach dem Überblick hat man wieder Zeit für die Details und ab geht es zwischen Häuserschluchten und bunte Neonlichter.

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Solltet ihr irgendwann mal Tomaten in Südkorea kaufen wollen, die liegen im Obstregal.

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Auf zum Olympiagelände
Vom Lotte Hotel mit Einkaufstempel, Themenpark und diesem „antiken“ Brunnen ging es dann zu Fuß Richtung Olympiapark.

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Märkte
In der Nähe vom Benhur (unsere Unterkunft) gibt es einen Markt mit schier unendlich vielen Essständen. Dort wo es gut aussieht hinsetzen und einfach von der Frau etwas vorsetzen lassen. Vieles davon schmeckt super lecker, anderes etwas verwirrend. Ein voller Teller hat gerade mal 10000 WON gekostet und machte uns beide pappsatt.

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Ein paar Straßen weiter gibt es ein ganzes Gebäude voll mit Nähzubehör und Stoffen. Eine schier unendliche Auswahl. Das beste aber sind die Shops mit den Aufbügelbildern. Natürlich mussten wir zuschlagen und haben uns 2 Patches mitgenommen.

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Essen
BBQ, BBQ, BBQ. Zum Abschluss nochmal All-In und viermal diese Köstlichkeit genossen. Somit haben wir einen BBQ-Endstand von 9.
Wer war gleich nochmal die WHO?

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Südkorea hat uns tatsächlich überrascht. Vor allem die Freundlichkeit der Menschen und das unglaublich gute Essen werden uns in Erinnerung bleiben. Das Reisen ist angenehm, Straßen, Busse und Züge sind in hervorragendem Zustand und einem schnellen und relativ günstigen Vorankommen steht nichts im Wege.
Ausserhalb Seouls ist Englisch zwar nicht so verbreitet, aber davon sollte man sich keinesfalls abhalten lassen. Beim Kauf von Tickets empfiehlt es sich aber den Ort aufzuschreiben an den man möchte, denn er wird garantiert anders ausgesprochen wie er da steht.
Was wir noch beobachtet haben, es gibt so viele alte Menschen in dem Land. Also nichts gegen alte Leute, aber wer meint Japan habe ein Problem mit der Überalterung seiner Gesellschaft, der sehe sich bitte in Korea um. Gefühlt müsste die Bevölkerung kurz vorm aussterben stehen, wenn mans krass ausdrücken möchte.

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Daumen hoch für Südkorea! Sicherlich kein klassisches Backpacker Ziel, aber eines das man sich ansehen sollte wenn man in der Nähe ist, das kleine Land hat ein paar gute und vor allem köstliche Sachen zu bieten.

(Ach ja, wir haben die 3. Staffel von Orange is the new Black beendet. Crazy Eyes läuft zur Hochform auf, wir lachten.)

Umrechnung: 1 Euro = 1300 WON

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