Island – Soweit die Wege führen

Noch einmal umdrehen, nochmal ausstrecken und die Decke über den Kopf ziehen, noch etwas die Wärme und den Komfort vom Bett genießen, bevor wir wieder aufbrechen. Uns hinters Steuer setzen, stundenlang staunend weiter Island erkunden und dann vermutlich die bevorstehende Nacht auf einem Autositz verbringen.
Soweit denken wir aber gar nicht erst, für uns zählt nur der Weg den wir gerade zurücklegen. Ob Asphalt oder Schotter, ins Land hinein oder der Küste entlang, solang ein Weg uns führt ziehen wir weiter und weiter.

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Borgarvirki
Eine der wenigen bisher entdeckten Festungen in Island. Auf 177 m Höhe ruht sie und wir stehen oben und Blicken in die Ferne.

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Tipp: Wer nur die Ringstraße und ein paar Abzweigungen abfahren möchte, der kommt auch mit einer Smartphone App zum Navigieren klar. Unsere Empfehlung: Maps.Me

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Hvítserkur
Ein von der Sonne versteinerte Troll, soll dieser dreibeinige Basaltfelsen, laut isländischer Sage sein. 15 Meter ragt er in die Höhe und befindet sich an der Ostküste der Halbinsel Vatnsnes.

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Snæfellsness Halbinsel
Eine einmalig schöne Strecke liegt vor uns, die Snæfellsness Halbinsel ist ein Träumchen in Sachen Landschaft und so kommen wir nur zäh vorwärts. Zu oft müssen wir einen kurzen Halt einlegen um uns die Augen zu reiben und den Anblick von Vulkangebiet, schneebedeckten Bergen und die Weiten des Meeres zu genießen.

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Kirkjufellsfoss Wasserfall
Punktuell werden dann nochmal einzelne Highlights auf diesem dünn besiedelten Teil Islands gesetzt, hätte ein Landschaftsarchitekt nicht besser hinbekommen. Ein wunderbares Ensemble stellt der Kirkjufellsfoss Wasserfall dar, dessen Hintergrund der im perfekten Winkel platzierte Berg Kirkjufell bildet. Von keiner Seite sieht der Berg so genial aus, wie vom Wasserfall aus gesehen.
Kann man auch gar nicht verfehlen, die Straße führt geradewegs daran vorbei.

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Pause in Ólafsvík
In der kleinen Ortschaft Ólafsvík, gönnen sich Mensch (wir beide) und Maschine (die Sardinenbüchse) eine Pause. Kaffee und Tee zum Wärmen (kostenlosen Refill nich vergessen), Käse und Knäckebrot zum Abendmahl für uns, einen Waschgang (für Lau in Island) für unseren geschundenen Wagen.

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Snæfellsjökull-Nationalpark
Die Sonne steht mittlerweile schon recht tief und der Himmel verfärbt sich bereits, als wir das Willkommensschild vom Nationalpark passieren. Ein kurzer Blick auf die Uhr verrät uns, dass es schon 22 Uhr am Abend ist. Bei den nicht enden wollenden Tagen vergisst man ständig wie spät es bereits ist. Uns egal, wir müssen nirgends und können doch überall hin. Kein Mensch der hier noch rumstreift ausser wir zwei, ein Nationalpark für uns alleine.

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Saxhóll Krater
Ganz bequem über eine Treppe gelangt man auf den Krater, der allerdings wesentlich unspektakulär ist, wie wir es uns beim Aufstieg erwartet haben. Der Rundumblick auf die Gegend ist aber ganz nett.

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Djúpalónssandur
Kurz vor Mitternacht wird es dann nochmal interessant, wir befinden uns bei der Djúpalónssandur Bucht. Bis in die Ferne erstreckt sich ein mit Moos bewachsenes Lavafeld und mit etwas müden Augen betrachtet, sieht es irgendwie gemütlich und weich aus. Ein kurzer Handtest überzeugt uns aber vom Gegenteil.

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Am schwarzen Strand liegen Wrackteile eines Schiffes, welches hier in den 1940er Jahren verunglückt ist. Wir wandern umher, sehen uns um. Sightseeing zur Geisterstunde, in Island kein Problem und eine klare Empfehlung unsererseits.

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Als wir weiterfahren wollen, ist die Sonne gerade dabei unter zu gehen und verabschiedet sich mit einem farbenprächtigen Himmel von uns. Wir blicken noch einmal zurück, halten für einen kurzen Moment inne, knipsen ein Foto und setzten unseren Weg fort.

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Die Unterkunft
1:30 Uhr in der Nacht, wir sind geschafft. Kamen noch an Menschen vorbei die beim Angeln oder Golf spielen waren, die einzigen die so einen 24-Stunden-immer-hell-Tag zu schätzen wissen sind wir also doch nicht.
Irgendwo am Straßenrand, in einer Wiese [64.701° N, 22.1403° W] stellen wir unseren Wagen ab. Holen die Schlafsäcke raus und machen das, was wir bereits einige Male hinter uns gebracht haben: keilen uns irgendwie zwischen Handbremse und Lenkrad ein und versuchen ein paar Stunden Schlaf zu ergattern. Morgen geht es weiter, noch sind wir nicht am Ende unseres Weges auf dieser Insel.

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