Island – Die mit dem langen Gesicht

Einsam ziehen wir unsere Runde weiter um Island. Hier hoch in den Norden, scheinen sich zumindest Mitte Juni, nicht besonders viele Touristen zu verirren und so genießen wir fernab jeglicher Ansammlung von Menschenseelen die letzten Tage unseres Roadtrips und steuern den Wagen um die Halbinsel Tröllaskagi.
Kleine und kleinste Ortschaften ziehen an uns vorbei, wir schlängeln uns an der Küste entlang, zur einen Seite blicken wir auf karge Vulkan- und schneebedeckter Berglandschaft, zur anderen können wir auf die Weiten des Meeres sehen.
Es geht rauf bis nach Siglufjörður, auch eine dieser kleinen Ortschaften und dazu noch die nördlichste Stadt Islands. Wer Zeit hat hier hoch zu fahren, wird landschaftlich sicher nicht enttäuscht werden.

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In Sauðárkrókur legen wir einen Stopp bei der N1 Tankstelle ein, der Mann hinter der Theke hat das breiteste Grinsen im Gesicht, das wir bisher bei einem Isländer gesehen haben. Wir bestellen Kaffee und Tee und als wir bezahlen wollen, bedeutet uns der junge Herr wir sollen das Geld stecken lassen, die Runde Heißgetränke geht auf seine Kappe. Wir setzen uns an einen der Tische, im TV läuft gerade Fußball. Vielleicht gibt es zwischen seiner guten Laune und dem recht guten Auftreten der isländischen Mannschaft bei der EM einen Zusammenhang? Spekulation hin, Spekulation her, wir bedanken uns für die Freigetränke und weiter geht die Fahrt.

Tipp: Wenn man in Island Kaffee bestellt, dann bekommt man die nächsten Tassen in den meisten Tankstellen und Cafés so oft nachgeschenkt, wie man schafft und zwar kostenlos.
 

Der Bauernhof Glaumbær
Glaumbær ist einer der am besten erhaltenen Höfe, die in der typisch isländischen Torfbauweise errichtet wurden. Da Holz auf Island knapp war, hat man Häuser großteils aus Torf gebaut und die Dächer mit Gras bewachsen. Der Hof wurde Mitte des 18. Jhd. errichtet und bis 1947 bewohnt. Heute wurde ein Museum daraus gemacht und die Gebäude können gegen Eintritt besichtigt werden. Wer nur von aussen einen Blick auf die recht schräg anzusehende Bauart werfen will, der muss nichts dafür hinblättern.

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Der Isländer
Kommen wir von fröhlich grinsenden Isländern, zu jenen mit den langen Gesichtern: die Islandpferde.
Gefühlt sind uns mehr von den Vierbeinern begegnet, als ihre menschlichen Inselmitbewohnern und gefühlt umschwirren so ein Pferd mehr Fliegen als je ein Misthaufen gesehen hat.
Islandpferde verfügen nicht nur über die Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp, sondern können auch noch die Gangart Tölt und/oder Pass ihr eigen nennen.
Zur Vermeidung von Krankheiten, dürfen auf Island keine Pferde eingeführt werden. Deshalb darf ein Isländer, der die Insel einmal verlassen hat, nicht wieder zurückkehren.

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Die Unterkunft
Zu guter Letzt ging es heute noch in die gebuchte Unterkunft Svínavatn Guest House die Abseits vom Schlag und wunderbar neben dem Svínavatn See liegt. Das Zimmer ist groß, wir haben zwei riesige Fenster und können auf den See und eine Kirche blicken. Tolles Bad und voll ausgestattete Küche, WiFi läuft super. Hier kann man es echt aushalten.
Die Nacht hat 10042 ISK (€ 73,50) gekostet.

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