Die Panzersperre Plamort bei Reschen – Wandern im Vinschgau

Infos zur Wanderung leicht

  • Gebiet: Vinschgau, Südtirol
  • Tal: Vinschgau
  • Start: Unterhalb vom Sportplatz in Reschen
  • Ziel: Unterhalb vom Sportplatz in Reschen
  • Dauer: 3.25 Std.
  • Strecke: 10 km
  • Aufstieg: 508 hm
  • Abstieg: 508 hm
  • FrühlingSommerHerbstWinter

Erlebnisreich und geschichtsträchtig ist diese, etwa 10 km lange Rundwanderung, welche uns rauf das Hochmoor Plamort bringt. Im Vinschgau, an der Grenze zwischen Italien und Österreich, wurde im Zweiten Weltkrieg eine ganze Wehranlage errichtet, dessen Herzstück die Panzersperre war. Aber nicht nur die Panzersperre kann man sich aus der Nähe ansehen, auch die Bunker rundherum können betreten werden. Im Sommer wie im Winter, eine herrliche und interessante Wanderung.

Die Tour beginnt etwas unterhalb vom Sportplatz in Reschen. Dort folgt man dem Wegschild Nr. 2 in Richtung Plamort. Gleich zu Beginn kann man kurz von der Forststraße abzweigen, um an die Etschquelle zu gelangen. Von hier startet die Etsch ihren 415 km langen Weg, bevor sie in der Adria mündet. Damit ist sie nach dem Po, der zweitlängste Fluss Italiens.
Zurück auf der Forststraße, geht es etwa eine Stunde gemächlich den Berg hoch, bis man auf die Hochebene gelangt. Hier kann man bereits die ersten Bunker, einer ganzen Verteidigungsanlage aus dem zweiten Weltkrieg, erkunden.

Die Drachenzähne – Panzersperre Plamort


Besonders interessant wird es kurz darauf, wenn man das Zentrum der militärischen Befestigungsanlage erreicht, denn dort steht eine richtig gut erhaltene Panzersperre mit den sogenannten Drachenzähnen. Heute gibt es noch zwei Abschnitte davon, jede etwa 25 Meter lang.

Wie kam es überhaupt zu dieser Wehranlage? Um im Zweiten Weltkrieg vor einer eventuellen Invasion der deutschen Wehrmacht gerüstet zu sein, wurde 1938 an diesem strategischen Punkt eine Befestigungsanlage mit mehreren Bunker und einer ca. 500 Meter langen Panzersperre errichtet. Zusätzlich wurde die Sperre mit Stacheldraht und einem Wassergraben geschützt. 1943 wurde die Anlage kampflos an das deutsche Reich übergeben.
Nachdem sie noch einige Jahre in Stand gehalten wurde, geriet sie bis ins Jahr 2001 in Vergessenheit und zerfiel immer mehr. Dann wurde die Anlage renoviert und kann seitdem besichtigt werden.

Grandiose Aussicht auf den Reschensee

Rund um die Panzersperre kann man noch weitere Bunker betreten und die Befestigungsanlage erkunden. Ein Pfad führt dann quer über das Hochmoor Plamort und auf der anderen Seite eröffnet sich ein herrliches Panorama über den Reschensee und die umliegenden Berge. Von dort aus folgt man den Schildern, die einen wieder zum Ausgangspunkt nach Reschen runter bringen.

Eine Wanderung für die ganze Familie. Im Winter, wenn genug Schnee liegt, kann man sie auch mit Schneeschuhen laufen.

 
Die Panzersperre Plamort ist nicht nur ein schönes Ausflugsziel, diese Kriegsrelikte sollten uns auch vor den vergangene Zeiten mahnen und uns in Erinnerung rufen, wie unschätzbar große Glück wir haben, in einer schon seit vielen Jahren friedlichen Region zu leben.

Wanderkarte – Die Panzersperre Plamort bei Reschen, Südtirol

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Details: Die Panzersperre Plamort bei Reschen – Wandern im Vinschgau

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