Hiroshima – Von Kranichen & zahmen Rehen

Wortlos stehen wir beim A-Bomb Dome in Hiroshima und sehen uns das Skelett dieses Gebäudes an, welches nach dem Abwurf der Atombombe stehen geblieben ist. Oft schon im Geschichtsunterricht davon gehört, jedoch genau hier zu stehen und so etwas anzuschauen lässt einen nachdenklich werden.

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Ein älterer Herr durchbricht unser Schweigen mit der Frage, ob wir einen Origamikranich bauen möchten. Wieviel es denn kostet, wollen wir wissen. Er lächelt und schüttelt den Kopf, nichts sagt er und gibt uns jeweils ein dünnes Blatt Papier. Zusammen falten wir nach seiner Anleitung aus dem Quadrat einen Kranich.

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Hibakusha werden in Japan die Überlebenden der Atombombenabwürfe genannt. Sie mussten nicht nur mit Erkrankungen klar kommen, sondern auch mit erheblichen Diskriminierungen in der Bevölkerung.
Die bekannteste Hibakusha war die junge Sadako Sasaki. In der Hoffnung geheilt zu werden, hat sie mehr als 1000 Kraniche gefaltet. Diese wurden später zum Symbol für den Frieden.

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Die Unterkunft
Für vier Nächte liesen wir uns im Guesthouse Lappy nieder. Große, neue Zimmer, liegt etwas ausserhalb vom Zentrum. Zwischen 11:00 – 16:00 Uhr muss man das Guesthouse verlassen. Zwar etwas seltsam, aber wir verbringen eh kaum Zeit in den Hotelzimmern.
Preis 5200 Yen/Nacht.

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Sonst so
Hiroshima ist natürlich mehr als der A-Bomb Dome. Die Stadt wirkt jung und lebendig und hat essenstechnisch einiges zu bieten.

Der Shukkei-en Garten

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Im Hintergrund Burg Hiroshima

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Das Essen
Ok, konzentriert euch und merkt euch folgenden Begriff: Okonomiyaki.
Lecko mio, die Speise ist sowas von köstlich, da könnte man sich reinlegen. Besteht aus einem dünnen Crêpe, darauf kommt Kraut, Sojasprossen, Bacon und wenn man möchte, Extras wie Schrimps, Tintenfisch oder Austern. Dann kommt ein Spiegelei darüber und zum Schluss noch eine Spezialsauce. Klingt nach nichts besonderen, ist aber eine wahre Gaumenfreude und macht satt.

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Als wir eines abends durch die Stadt gingen, wurden wir von einem derart aufdringlich guten Geruch belästigt, dass wir nicht anders konnten und in den Laden rein mussten. Als uns der Mann, der hinterm Tresenherd stand, sah war seine erste Frage, es war eigentlich nur ein Wort: „Fleisch?“. Musik in unseren Ohren und auch diese Mal ein Volksfest für den Gaumen. Fragt nicht wie der Laden heisst, es war alles auf japanisch. Aber wenns gut riecht, geht rein.

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Miyajima Island
Gerade mal 70 Minuten von Hiroshima entfernt liegt Miyajima Island. Man kommt auch schneller hin, aber wir haben uns für die Sparvariante entschieden. Tageskarte für die Straßenbahn und Fähre besorgt und nach oben genannter Zeit waren wir auch schon da.
Völlig überrascht stellten wir dann fest, dass hier nicht nur den im Wasser stehenden Itsukushima Shrine gibt, sondern es von zutraulichen Rehen wimmelt, sozusagen die Tauben der Insel. Wir wanderten dann noch hoch zum Mount Misen und genossen die Aussicht.

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Austern essen, kann man auch mal machen.

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Souvenirs, hässliche Viecher vorm Laden und Mascarpone

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